HANDLUNG: „DER FLIEGENDE HOLLÄNDER“
OUVERTÜRE:
Sturm der Naturgewalten, Sturm der Gefühle
Senta steht vor einem Rätsel. Sie hat Visionen, sieht historische Bilder vor sich, die mit der Geschichte des „Fliegenden Holländer“ zu tun haben. Sie wird davon ganz und gar in Beschlag genommen und spürt, dass es einen Zusammenhang zwischen Ihr und dem Seefahrer gibt. Doch das „Puzzle“ lässt sich (noch) nicht zusammensetzen.
ERSTER AUFZUG:
20.Jahrhundert:
Ein Schiff des norwegischen Kaufmanns Daland ist kurz vor Erreichen des heimatlichen Hafens in einen heftigen Sturm geraten und wirft in der Bucht von Sandwike Anker. Daland beschließt das Ende des Sturms hier abzuwarten, und schickt die Mannschaft zur Ruhe. Nur der Steuermann soll Wache halten. Doch auch der schläft nach kurzer Zeit ein.
Senta sieht einen weiteren Teil ihres „Puzzles“
18.Jahrhundert:
7 Jahre sind um. Der Fliegende Holländer darf an Land gehen. Wenn es ihm dort gelingt, eine Frau zu finden, die ihm bedingungslos die Treue hält, ist sein Fluch gebrochen, und er kann sterben. Einst hatte er bei schwerem Sturm ein Kap umsegeln wollen und beim Satan geschworen, dass er bis in alle Ewigkeit nicht von diesem Unternehmen ablassen würde. Der Teufel nahm ihn beim Wort und verdammte ihn zu ewigem Herumirren auf dem Meere.
Viele Frauen folgten ihm im Laufe der Jahrhunderte in die Verdammnis. Hoffnungslos glaubt er nicht mehr an Rettung und beklagt sein Schicksal.
Wie im 20. Jahrhundert ankert Daland mit seiner Mannschaft in der Bucht von Sandwike. Er entdeckt das fremde Schiff und dessen Kapitän. Der Holländer bittet, für kurze Zeit bei Daland zu Gast sein zu dürfen. Angesichts der Schätze, die der unheimliche Mann ihm als Lohn bietet, willigt der Kaufmann freudig ein. Unversehens am Ziel seiner Wünsche nach einem reichen Schwiegersohn, ist er auch gern bereit, dem Holländer seine Tochter zur Frau zu geben, um die dieser ihn ganz unvermittelt bittet.
Inzwischen hat sich der Sturm gelegt, und der Wind ist umgeschlagen. Rasch werden die Segel gesetzt, und Daland segelt davon. Der Holländer folgt ihm.
ZWEITER AUFZUG:
20. Jahrhundert
Anders als die Mädchen ihrer Umgebung ist Senta, Dalands Tochter, in Gedanken immer bei dem Fliegenden Holländer und versucht Klarheit zu bekommen. Die Mädchen machen sich darüber lustig. Ihrer albernen Sticheleien überdrüssig, trägt Senta ihnen die Ballade vom Fliegenden Holländer vor und identifiziert sich schließlich selbst mit der Frau, die dazu bestimmt ist, den verdammten Seemann durch ihre Treue zu erlösen.
In diesem Moment kommt Erik, der Senta schon lange liebt. Er bringt die Nachricht, dass ihr Vater zurückgekehrt ist. Eilig machen sich die Mädchen auf den Weg, um die Seeleute zu begrüßen.
Erik drängt Senta, den Vater um die Zustimmung zu ihrer beider Hochzeit zu bitten. Doch sie gibt ihm zu verstehen, dass das Schicksal des Fliegenden Holländer sie mehr rühre als seine Klagen. Zur Warnung erzählt Erik ihr seinen Traum von der Begegnung Sentas mit dem fremden, unheimlichen Seemann. Diese Schilderung berührt sie so tief, dass ihr „ein weiterer Baustein ihres Puzzles“ bewusst wird und sie diesmal sogar selbst in die Geschichte der Vergangenheit mit einsteigt.
18.Jahrhundert:
Daland und der Holländer treten ein. Der Vater stellt seiner Tochter den fremden Mann vor, dessen Frau sie werden soll. Er zeigt ihr die Schätze des Holländers, um sie zu überzeugen, dass sie eine gute Partie machen wird. Dann lässt er die beiden allein.
Senta und der Holländer sprechen ihre Empfindungen füreinander aus: Der Holländer sieht das erträumte Bild seiner Erlöserin vor sich, zweifelt dennoch zuerst immer wieder daran; Senta fühlt den tiefen Drang, ihm zu einem Heil zu verhelfen und schwört ihm Treue bis in den Tod.
Daland kommt zurück und bittet beide zu dem Fest mit den Seeleuten. Daland will dort die Verlobung Sentas mit dem Holländer verkünden.
DRITTER AUFZUG
20.Jahrhundert:
Senta lässt sich völlig von ihren inneren Bildern vereinnahmen. Der letzte Teil des Puzzles ist immer noch nicht geklärt. Dies fordert sie, bis fast zum Wahnsinn. Sie ist |