Die Götter müssen verrückt sein!

  • Raffiniert, komisch, verrückt - Rameaus Barockoper `Platée` am Landestheater Niederbayern unter der musikalischen Leitung der Immlinger Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock (Sujet Landestheater Niederbayern)
    Raffiniert, komisch, verrückt - Rameaus Barockoper "Platée" am Landestheater Niederbayern unter der musikalischen Leitung der Immlinger Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock

    Sujet Landestheater Niederbayern

Untreuer Göttervater mit Hang zu listigen Avancen trifft auf mannstolle (und dabei, nunja, glitschige) Sumpfnymphe. Im Landestheater Niederbayern feierte vergangene Woche die Barockoper „Platée“ aus der Feder des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau Premiere. Am Dirigierpult steht Cornelia von Kerssenbrock, die musikalische Leiterin der Festspiele Immling. Durch die “Frau des Abends” wird die “wunderherrliche Musik Rameaus brillant und souverän interpretiert” (Passauer Woche), großen Jubel gab es für ihre präzise Ausarbeitung der “verblüffenden musikalischen Einfälle des komödiantischen Werkes” (Passauer Neue Presse).

Die Dirigentin gilt als Expertin auf dem Gebiet der Barockmusik, erhielt in der Vergangenheit mehrfach Auszeichnungen für ihr künstlerisches Schaffen und gastierte erst kürzlich wieder im Rahmen des georgischen „Tbilisi Baroque Festival“.  Ihr aktuelles Gastengagement am Landestheater Niederbayern stellt ein besonderes Vergnügen für sie dar, bietet die raffinierte Komödie „Platée“ mit humoristischer Musik für Freunde komischer Bühnensituationen doch zahlreiche Anknüpfpunkte: Mit lautmalerischer Freude lässt Rameau die Frösche quaken, Göttervater Jupiter in Eselgestalt I-ahen und die titelgebende Sumpfnymphe Platée in ihrer fulminanten Arie „Aux langueurs d’Apollon“ komplett durchdrehen.

Ein wilder Strudel der Emotionen also, durch den Cornelia von Kerssenbrock die Niederbayerische Philharmonie hier navigiert. Ihr zur Seite stehen die beiden Regisseure und Choreographen Jonathan Lunn (England) und Amir Hosseinpour (Iran), die an internationalen Häusern wie der Bayerischen Staatsoper und der Mailänder Scala inszenieren und nun in Passau die antike Götterwelt zum Leben erwecken.

„Platée“ feierte am Samstag, 18. Februar am Landestheater Niederbayern Premiere und wird bis Ende April in den Spielstätten in Passau, Straubing und Landshut zu sehen sein. Parallel stehen bereits die Operninszenierungen der Festspiele Immling 2017 in den Startlöchern, die im Frühjahr ebenfalls unter der musikalischen Leitung von Cornelia von Kerssenbrock einstudiert werden.

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