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Die Preisträger des 10. Internationalen Gesangswettbewerbs Immling

Mit einer großen Orchestergala fand das 10-jährige Jubiläum unseres Internationalen Gesangswettbewerbs Immling seinen Höhepunkt. Wir gratulieren allen Preisträgern und bedanken uns bei den Bad Reichenhaller Philharmonikern für die wunderbare erstmalige Zusammenarbeit!

1. Preis: Beatriz Simoes – Mezzosopran, 24 Jahre, Brasilien
5.000,- € gestiftet vom Lions Club International, Distrikt Bayern-Süd, sowie ein Auftritt beim Konzert “Finale Grande” mit dem Festivalorchester Immling unter der Leitung von Cornelia von Kerssenbrock

2. Preis: Daeho Kim – Bass-Bariton, 30 Jahre, Südkorea
3.000,- € gestiftet vom Lions Club Bad Endorf Chiemgau

3. Preis: Rodrigo Sosa Dal Pozzo – Countertenor, 28 Jahre, Venuzuela/Italien UND Jinho Seo – Bariton, 32 Jahre, Südkorea
jeweils 750,- € gestiftet vom Lions Club Rosenheim

Mozart-Preis: Daeho Kim – Bass-Bariton, 30 Jahre, Südkorea
500,- € gestiftet von der Molkerei MEGGLE Wasserburg GmbH & Co. KG

Publikumspreis: Beatriz Simoes – Mezzosopran, 24 Jahre, Brasilien
500,- € gestiftet von der WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft

Nachwuchspreis weiblich: Louise Foor – Sopran, 22 Jahre, Belgien
300,- € gestiftet vom Gewandhaus Hugo Gruber KG

Nachwuchspreis männlich: Stefan Astakhov – Bariton, 20 Jahre, Deutschland
300,- € gestiftet vom OVB Medienhaus

Liedpreis: Susanne Kapfer – Sopran, 23 Jahre, Deutschland
300,- € gestiftet vom Volkswagen Zentrum Rosenheim

Sonderpreis: ein Abendkleid im Wert von 300,- € für Louise Foor, die Gewinnerin des Nachwuchspreises weiblich,
gestiftet vom Gewandhaus Hugo Gruber KG

Orchesterpreis der Bad Reichenhaller Philharmoniker: Beatriz Simoes - Mezzosopran, 24 Jahre, Brasilien

Ein Stipendium in Höhe von jeweils 500,- € stifteten:
JNS Dachtechnik GmbH
MSG Baulanderschließung Manfred Singer e.K.
HO-Kran GmbH

Herzlichen Dank allen Preisstiftern. Unser besonderer Dank gilt Herrn Dr. Peter Czernin für seine großzügige Unterstützung des Wettbewerbes.

10. Internationalen Gesangswettbewerb Immling

In diesem Jahr präsentieren sich Finalisten und Preisträger anlässlich des 10-jährigen Jubiläums unseres „Internationalen Gesangswettbewerbes Immling“ erstmals mit großem Orchester. Im Rahmen einer festlichen Gala hören Sie unsere „Stars von morgen“ mit einer Auswahl der schönsten Arien und Lieder quer durch das Repertoire der Oper. Karten für die festliche Operngala der Preisträger am Samstag, 3. März um 18 Uhr im Festspielhaus Immling erhalten Sie telefonisch unter 08055 9034-0 und hier auf unserer Homepage.

Finalisten und Preisträger des Gesangswettbewerbs
Bad Reichenhaller Philharmoniker
Musikalische Leitung: Cornelia von Kerssenbrock

Der „Internationale Gesangswettbewerb Immling“ unterstützt begabte junge Sänger beim Brückenschlag zwischen Ausbildung und Berufsleben. Über die Preisgelder hinaus erhalten ausgewählte Finalisten und Preisträger auch die Chance, im Rahmen des Immling Festivals mitzuwirken und Praxiserfahrung zu sammeln. Unterstützt durch den Lions Club können wir gezielte Begleitung, professionelle Beratung und diverse Engagements über einen längeren Zeitraum hinaus anbieten. Inzwischen wurde der Wettbewerb auch zum Geheimtipp für internationale Künstleragenturen – viele große Karrieren wurden hier gestartet.

Auch in diesem Jahr sind interessierte Besucher bereits in den beiden Vorrunden vom 24. bis 27. Februar im Kulturhotel Endorfer Hof herzlich willkommen:

Samstag, 24. Februar – 15.30 bis 22 Uhr
Sonntag, 25. Februar – 12.30 bis 20 Uhr
Montag, 26. Februar – 13 bis 17.30 Uhr
Dienstag, 27. Februar – 11.30 bis 18 Uhr

Immling reicht bis Afrika

Cornelia von Kerssenbrock ist neue Leiterin der „Swakopmunder Musikwoche“ in Namibia 

Klassische Musik in der Wüste? Eine spannende Aufgabe, die man musikalisch nicht unterschätzen sollte: Jedes Jahr im Dezember findet im afrikanischen Namibia mit der „Swakopmunder Musikwoche“ ein außergewöhnliches Festival statt. Die neue musikalische Leiterin kommt aus Bayern: Unter dem Motto „Let`s Dance“ startete die Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock ihre „afrikanische Karriere“ – neben dem Immling Festival zwischen Juni und August hat nun auch Afrika einen festen Platz in ihrem Terminkalender.

Seit 1965 ist die Veranstaltungsreihe der namibischen Küstenstadt Swakopmund bis heute eine Ausnahmeerscheinung innerhalb des Landes. Abgesehen vom professionellen Orchester der Landeshauptstadt Windhoek ist diese jährliche Musikwoche die einzige Möglichkeit, mit klassischer Musik in Kontakt zu kommen. Die Zuschauer nehmen weite Wege auf sich -  aus ganz Namibia und sogar Südafrika kommen sie in Scharen, um eines der beliebten Konzerte live zu erleben Und auch Immling-Fans waren diesmal vor Ort – darunter eine Familie, die den Konzertbesuch extra in ihren Afrika-Urlaub eingeplant hat.

In Swakopmund mischen sich professionelle Orchestermusiker und Chorsänger mit jungen Menschen, die Musik für sich entdeckt haben und denen die Musikwoche ganz neue Perspektiven eröffnet. Straßenkinder und Kinder aus benachteiligten Familien werden gezielt zum Projekt eingeladen – musikalische Förderung für eine bessere Zukunft steht im Mittelpunkt dieser Idee. „Sehr bewegt hat mich eine Gruppe Jugendlicher, die am ersten Tag ein kleines Orchesterensemble geformt hat. Im Anschluss haben sie im Konzert gesagt, dass Musik einfach schöner sei als Stehlen und Gewalt auf der Straße…“, erinnert sich Cornelia von Kerssenbrock. Musik als Sinnbild der Hoffnung also – und das ist fast bildlich gemeint, denn alle Beteiligten fiebern bereits das ganze Jahr über auf diese eine Woche hin. Ein Festival klassischer Musik mit derart umfassender gesellschaftlicher Bedeutung ist gleichzeitig auch Ort der gegenseitigen Verständigung – das Thema Apartheid spielt im Land im Rahmen des Festivals keine Rolle. „Die Musik zählt, nicht die Politik – und ich finde es mehr als beeindruckend, wie das über mehrere Jahrzehnte so erfolgreich umgesetzt wurde“, meint Cornelia von Kerssenbrock. Doch auch Probleme bleiben selbstverständlich nicht aus: Schränkt der Staat in willkürlicher Manier seine Förderung ein, hat dies auch Einfluss auf die Anzahl an Kindern und Jugendlichen, die an dem Projekt teilnehmen können.

Insgesamt aber hat die Swakopmunder Musikwoche in den letzten Jahrzehnten deutlich an Bedeutung gewonnen. 2017 wirkten fast 300 Menschen in Konzerten mit je 400 bis 500 Zuschauern mit – ein riesiger Erfolg. Dementsprechend positiv fällt auch das Urteil der „bayerischen Chefin“ nach ihrer ersten Saison in Swakopmund aus: „Das Gesamtfeeling dieses Festivals hat einen großen Eindruck auf mich gemacht – die Freude, mit der musikalischer und gesellschaftlicher Anspruch hier vereint werden. Das Publikum hat zu unserer Musik – Werke von Sibelius über Grieg bis Bernstein – am Ende sogar getanzt. Solche Momente bleiben.“

Und es geht weiter – für Cornelia von Kerssenbrock und die Swakopmunder Musikwoche: 2018 unter dem Motto „Let`s praise“ und ein Jahr später bezeichnenderweise mit „Let`s go Opera“. Wer jetzt denkt, dass dann möglicherweise ein ganzes bayerisches Opernfestival nach Namibia umzieht, kann beruhigt werden: Auch im Chiemgau wird es weiterhin spannende Opernaufführungen im Rahmen des Immling Festivals geben!