Die sizilianische Vesper

LeitungCornelia von Kerssenbrock OrtFestspielhaus
  • Die sizilianische Vesper (Festspiele Immling)
    21. Festspiele Immling

    17. Juni - 13. August 2017

Oper von Giuseppe Verdi

VERBOTENE LIEBE UND REVOLUTION ZUR BESTEN SENDEZEIT!

In Verdis großer Oper entspinnen sich atemberaubende Klänge vor einem brodelnden Pulverfass politischer Konflikte und privater Sehnsüchte.

Musikalische Leitung: Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock
Inszenierung: Stefano Simone Pintor
Bühnenbild: Nikolaus Hipp
Kostüme: Kerstin Rossbander
Videodesign: Francesco Mori
Lichtdesign: Arndt Sellentin
Dramaturgie: Florian Maier

Festivalchor Immling, Münchner Symphoniker

La Duchessa Elena: Emanuela Torresi
Arrigo: 
Angelo Fiore
Guido di Monforte:
 
Stefano Meo
Giovanni da Procida: 
Alexander Teliga
Danieli: 
Santiago Sanchez
Ninetta: 
Hyunjeong Ellen Yu
Tebaldo: 
Aliahmad Ibrahimov
Il Conte Vaudemont / Roberto: 
John Sweeney
Il Sire di Bethune: 
Svyatoslav Besedin
Manfredo: Yonghuan Ji

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Hintergrund-Berichte zur Entstehung der Inszenierung finden Sie hier.

Video-Bericht: Sat.1 Bayern

Radio-Bericht: Radio Regenbogen

Pressestimmen:

Heuer wagte man sich bei der Eröffnungspremiere mit „I vespri siciliani“ an eine deutlich seltener anzutreffende, nicht minder packende Rarität aus der Feder von Giuseppe Verdi. Entstanden im Anschluss an „La traviata“, hat auch die 1855 aus der Taufe gehobene „Sizilianische Vesper“ alles, was man sich vom Komponisten erwartet. Eingängige Melodien, effektvolle Chorszenen [...] Cornelia von Kerssenbrock [...] schlägt schon in der Ouvertüre energische Tempi an und lässt auch im weiteren Verlauf des Abends nichts anbrennen. Manchmal wünscht man sich fast, Kerssenbrock würde sich mehr Zeit nehmen – so wie es ihr etwa in den gefühlvollen Momenten zwischen Arrigo und Elena gelingt, die sie mit den bestens aufgelegten Münchner Symphonikern einfühlsam balanciert. Aber die Kontrastdramaturgie geht auf und entlässt das Publikum am Ende fast atemlos in die klare Sommernacht. So lässt man sich eine Verdi-Ausgrabung gefallen.
Tobias Hell, Münchner Merkur

Der junge italienische Regisseur Stefano Simone Pintor verlegt für seine „Sizilianische Vesper“ den politischen Konflikt zwischen Volk und Besatzern in eine ewig existierende kriegerische Welt zwischen Mittelalter und heute. Das naiv-abstrakte Bühnenbild von Nikolaus Hipp besteht aus Bambusgerüsten und aufgespannten hellen Tüchern, aus denen das Volk in pittoresken Kostümen aus der Verdizeit hervorquillt. Die brutalen französischen Soldaten tragen dagegen Uniformen aus dem 20. Jahrhundert und marodieren mit gezückten Säbeln. Eine beachtliche szenische und musikalische Leistung des Immlinger Festivalchores [...] Im Orchestergraben der Reithalle gelingt Cornelia von Kerssenbrock mit den Münchner Symphonikern eine echte Verdi-Überraschung. Die Musiker bleiben der enormen Bandbreite von Verdis Tonsprache nichts schuldig: Dumpf stocken die Töne in bedrohlicher Atmosphäre, dann bäumen sich große Eruptionen des Aufbegehrens auf, die Musik tänzelt und flirrt verspielt in den Liebesarien und ist von Anfang bis Ende hervorragend auf das Bühnengeschehen und die Solisten abgestimmt [...] Alles in allem bietet die Immlinger Produktion [...] einen eindrucksvollen Verdiabend mit hohem musikalischem Seltenheitswert.
Franziska Stürz, BR Klassik

Dass dieses monumentale Verdi-Opus zu den eher seltener aufgeführten Opern zählt, liegt sicher nicht an der Musik, die voller Schönheit ist und ein starkes Verdi–Profil zeigt [...] Pintor baut Spannung auf und hat in den jungen Solisten und dem Immlinger Festivalchor darstellerisch formbares “Material”. Die Müncher Symphoniker und ihre Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock sind ein gutes Team. Vor allem nach der Pause entwickelt sich der Orchesterklang differenzierter und lässt Verdis Tonsprache leuchten zwischen empfindsamer Tonmalerei und dramatisch auftrumpfender Emphase.
Elisabeth Aumiller, PNP / Regionalausgaben

Die Geschichte vom brutalen Aufstand der Sizilianer gegen die französischen Besatzer ist durchaus bewegend erzählt, das eigentliche Drama spielt sich aber musikalisch ab. Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock treibt die Münchner Symphoniker zu explosiver Emphase, begleitet trotz des Muts zu plakativen Effekten stets sängerfreundlich. Und die sind teilweise Weltklasse an diesem Abend. Besonders die beiden dunklen Stimmen des Abends – der Bassbariton Stefano Meo als Monforte und der Bass Alexander Teliga als Procida – verfügen über Stimmen mit enormer Durchschlagskraft und beeindruckender Sensibilität im Piano. Tenor Angelo Fiore (Arrigo) bewältigt die Partie mit den zahlreichen hohen Cs und Ds souverän.
Jesko Schulze-Reimpell, Donaukurier

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