La Bohème

LeitungLorenzo Coladonato OrtFestspielhaus
  • La Bohème (Immling Festival)
    La Bohème

    Immling Festival 2018

Oper von Giacomo Puccini

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Das weltberühmte Drama um die Liebe zwischen Rodolfo und Mimì ist die wohl bekannteste Oper Puccinis. Als poetische Geschichte um die Freiheit des Einzelnen und die Unabhängigkeit der Kunst gehört sie mit zahlreichen bekannten Arien und Melodien zu den beliebtesten Werken des Repertoires.

Musikalische Leitung: Lorenzo Coladonato
Inszenierung: Ludwig Baumann
Bühnenbild und Kostüme: Ekaterina Zacharova
Bühnenausstattung: Ludwig Baumann
Kostümausstattung: Gewandhaus Gruber
Videodesign: Maximilian Ulrich
Grafik und Repros: Raphael Lichius
Lichtdesign: Arndt Sellentin
Dramaturgie: Florian Maier

Mimì: Sylwia Olszyńska
Musetta: Gloria Giurgola
Rodolfo: Jenish Ysmanov
Marcello: Zachary Wilson
Schaunard: Modestas Sedlevičius
Colline: Givi Gigineishvili
Parpignol: Aliahmad Ibrahimov
Benoît: Frits Kamp
Alcindoro: Götz Schuricke
Ein Zöllner: Valeri Colov
Sergeant der Zollwache: Latschko Dimitrov

Festivalchor Immling, Festivalorchester Immling

Spieldauer: 2 h 20 min (inkl. ca. 30 min Pause)

Wegen Erkrankung übernimmt Lorenzo Coladonato die Musikalische Leitung von “La Bohème” anstelle von Cornelia von Kerssenbrock.

Pressestimmen: 

Regisseur und Intendant Ludwig Baumann ist mit dieser Neuproduktion ein Wurf gelungen, der die altbekannte Geschichte behutsam aktualisiert, das Stück dabei aber nie verrät [...] Dass es trotzdem nicht zu technisch oder gar nüchtern wird, dafür sorgen unter anderem die in satten Ölfarben verewigten Pariser Straßenszenen von Ekaterina Zacharova, deren Gemälde in den sonst weißen Bühnenraum projiziert werden und das pulsierende Leben der französischen Metropole treffend einfangen. Ganz zu schweigen vom emotionalen Schlussbild, das der sich tragisch zuspitzenden Musik eine rührselige Erinnerung an unbeschwerte Zeiten entgegensetzt und dem Publikum so einen zusätzlichen Stich ins Herz versetzt [...]
Hand in Hand mit dem typgerecht besetzten Ensemble, das seine Arien und Duette jenseits aller Wunschkonzert-Seligkeit lebt, gelingt so etwas, das man als abgebrühter Operngänger schon nicht mehr für möglich hält: dass Puccinis beinahe totgespielter Schmachtfetzen auf einmal wieder richtig berührt.
Tobias Hell, Münchner Merkur

Vor allem aber wird prachtvoll gesungen, besonders Ysmanov kleidet die anspruchsvolle Tenorrolle in einen schmelzenden, in der Höhe aufblühenden lyrischen Belcanto. Sylwia Olszynska als Mimì verzaubert mit güldenem Timbre und rührt mit ihrem leisen Tod tief an, Gloria Giurgola als Musetta hingegen tupft die Höhe so graziös an, dass man ihr ihre gespielte Zickigkeit schnell verzeiht. So soll es sein. Hochprofessionell ist auch das vornehmlich aus regionalen Kräften zusammengesetzte Festivalorchester. Der italienische Dirigent Lorenzo Coladonato holt aus der nur unwesentlich reduzierten Streicherbesetzung mehr als das Mögliche heraus. Vor allem aber trifft er mit flüssig bewegten Tempi den Konversationston der Musik genau, auch die vielen frei in der Luft schwebenden oder vorantreibenden Rubati sind noch in den Nebenstimmen sicher koordiniert. Die gesamte Produktion ist so erstklassig und inspiriert, dass auch auswärtige Besucher die gut einstündige Fahrzeit durch die herrliche Landschaft nicht bereuen werden. Hinfahren!
Michael Bastian Weiß, Abendzeitung München

Ludwig Baumann erzählte in seiner Inszenierung die meist gespielte Oper der Welt in seiner eigenen Sprache, ließ seiner offensichtlich blühenden Fantasie freien Lauf und infizierte die rasch entzückten Zuschauer mit frischem Opernglamour à la bonne heure. Die gesamte Inszenierung erinnerte an ein buntes Knallbonbon. Zwischen dem Hausen in einer Künstler-WG und dem lustigen Treiben auf dem Weihnachtsmarkt am heiligen Abend, verzauberten Schmacht-Arien vor dem Hintergrund des glaubhaft nachgezeichneten Savoir-vivre der Pariser Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts. Zu den visuellen Attacken positiver Art gesellten sich schon bald mitreißender Gesang eines optimal besetzten Opernensembles in harmonischer Begleitung eines schwungvoll agierenden Orchesters [...]
Hervorheben konnte man bei dieser Premiere beim besten Willen keinen der Sänger. Gäbe es eine Steigerung von brillant, so würde die Ludwig Baumanns Inszenierung schmeicheln. Und weil das beste Lob zum Schluss am nachhaltigsten wirkt, sei die brillante(-ste) Leistung des Festivalorchesters Immling unter der Leitung von Lorenzo Coladonato sowie des großartigen Festivalchor Immling mit großem Lob gekürt.
Kirsten Benekam, PNP / Regionalausgaben

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