Orpheus und Eurydike

LeitungCornelia von Kerssenbrock OrtFestspielhaus
  • Orpheus und Eurydike (Immling Festival)
    Orpheus und Eurydike

    Immling Festival 2018

Oper von Christoph Willibald Gluck

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Unsere erfolgreiche Inszenierung der größten Liebesgeschichte aller Zeiten erfährt in diesem Jahr eine aktualisierte Wiederaufnahme. Für alle begeisterten Zuschauer und die, die noch nicht die Gelegenheit hatten, zeigen wir an zwei ausgewählten Abenden noch einmal die leidenschaftlichen Gesänge des Orpheus im Zwist mit den wilden Furien der Unterwelt. Auch in diesem Jahr ein unverzichtbarer Bestandteil des Programms!

Musikalische Leitung: Cornelia von Kerssenbrock
Inszenierung und Bühnenbild: Ludwig Baumann
Choreographie: Andrea, Robert und Tanja Honner (Tänzer) und Dominique Aref (Chor)
Videodesign: Walter und Maximilian Ulrich
Lichtdesign: Arndt Sellentin
Bühnenfotografie: Axel Effner
Dramaturgie: Florian Maier

Festivalchor Immling, Festivalorchester Immling

Orfeo: Modestas Sedlevičius
Euridice: Maryna Zubko
Amore: Rachel Croash

Pressestimmen:

Die drei Hauptdarsteller der Oper „Orpheus und Eurydike“, die nun Premiere feierte, sind Finalisten des Gesangswettbewerbs und stellten ihr Können auf der Bühne grandios unter Beweis. Die mittlerweile fünfte Ba-Rock-Oper handelt vom plötzlichen Tod Eurydikes und dem Versuch Orpheus`, seine Geliebte aus dem Reich der Toten zurückzuholen. Seine Trauer wird dabei für das Publikum so greifbar, ast zum eigenen Herzschmerz, dass die gedrückte Stimmung kaum zu ertragen erscheint [...] Eines jedoch ist völlig klar: Die Leistungen der Darsteller, des Orchesters und des Festivalchors sind absolut hervorragend. Dem Ensemble von Immling gelingt es, die Klaviatur der Emotionen derart sicher und intensiv zu bespielen, dass das Publikum komplett in ihren Bann gezogen ist.
Valentina Antonucci, Süddeutsche Zeitung

Mit dem plötzlichen Tod Eurydikes [...] beginnt ein langer Prozess des Heilens für den Titelhelden. Der hat in Modestas Sedlevičius einen Interpreten, der mit hell timbriertem Bariton gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen leiser Trauer und wild aufbäumender Verzweiflung balanciert, dem aber gleichzeitig die nötigen Klangfarben für die langsam aufkeimende Hoffnung und für die Erinnerungen an glücklichere Zeiten zur Verfügung stehen. An seiner Seite überzeugen dabei nicht nur die mit warmem Sopran punktende Eurydike von Maryna Zubko und die etwas leichtgewichtige, aber stimmlich umso agilere Rachel Croash als Amor, sondern vor allem Dirigentin Cornelia von Kerssenbrock. Sie findet nach Verdi und Donizetti nun einen Draht zu Gluck und kultiviert mit ihrem hochmotivierten Orchester einen schlanken, historisch informierten Klang. Selbst das berühmte „Che farò senza Euridice“ präsentiert sich so, ganz im Sinne des Opernreformators Gluck, nicht als großer rührseliger Gefühlsausbruch, sondern im besten Sinne des Wortes als dem Text und der Inszenierung dienende Theatermusik. Ein ebenso überraschender wie gelungener Abend, der einen der stimmigsten Immlinger Festspieljahrgänge seit Langem abrundet.
Tobias Hell, Münchner Merkur

Unter der musikalischen Leitung von Cornelia von Kerssenbrock setzte die Inszenierung von Ludwig Baumann Glucks Werk eine neue glänzende Krone auf: Glucks „Reformoper“ erfährt in der jüngsten Produktion der Festspiele Immling mit einem grandios aufgestellten Festivalchor, einem famosen Festivalorchester und einer ausdrucksstarken, detailliert gearbeiteten Tanzchoreographie (Dominique Aref, Andrea, Robert und Tanja Honner) eine zeitgemäße Adaption, frei von Schnörkeln und irrwitziger Abstraktion. Große emotionsgeladene Dramatik liefert den Stoff für eine Operninszenierung mit psychologisch durchleuchteten Verhaltensweisen der einzelnen Figuren [...] Eine Opernpremiere, die in vielerlei Hinsicht Brücken schlägt, Klischees bricht, Horizonte erweitert. Eine sensible psychoanalytische Aufarbeitung eines uralten Stoffs vereint Gesang, Orchester, Tanz und Pantomime in gleichem Maße [...] Die Opernsänger brillierten nicht nur stimmlich, sondern auch in ihrer expressiven Körperarbeit. Die Tänzer waren immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Ein unvergesslicher Opernabend, für den sich das Premierenpublikum mit einem nicht enden wollenden Applaus und lautstarken Bravorufe bedankte.
Kirsten Benekam, PNP / Regionalausgaben

Die ukrainische Sopranistin Maryna Zubko [...] überzeugt später mit jubelnder Wiedersehensfreude und abgrundtiefer Verzweiflung [...] Diese Herrlichkeit hat noch einen zweiten Namen: Modestas Sedlevičius. Der litauische Bariton, hörbar liedgeschult, packt das gleißende Glück und den stechenden Schmerz des Orfeo wie selbstverständlich in seine großartig geführte Stimme. Edel, zupackend, vor Leiden und Leidenschaft sich verzehrend. Orfeo wird übrigens am Ende als geheilt entlassen – aber in welche Zukunft? Sehen – und vor allem hören Sie selbst. Es lohnt sich.
Michael Atzinger, BR Klassik 

Termine

  • Datum28.07.2018 Beginn18:00 UhrTicketsverfügbar
  • Datum03.08.2018 Beginn19:00 UhrTicketsverfügbar